Peter Kühn fesselt Zuhörer bei der Lesung "Tot geglaubt"
Einen interessanten und spannenden  Einblick in die Seefahrt und das Leben auf See um 1860 erhielten die zahlreichen  Zuhörer in einer Veranstaltung im Freiburger Kornspeicher, die in Kooperation des Historischen Kornspeichers Freiburg und des Fördervereins Bücherei Freiburg-Elbe e. V. durchgeführt wurde. Dabei ergänzten sich Ronald Holst, Autor des neu erschienenen  Buches  "Tot geglaubt", und der Rezitator Peter Kühn in bewundernswerter Weise.
Der Blankeneser Heimatforscher Ronald Holst, der sich selbst als Geschichte-Erzähler bezeichnet, gab zunächst eine Einführung in seine Arbeitsweise und in die Zeit um 1860, als die Einwohner von Blankenese pro-dänisch, die der umliegenden Dörfer pro-deutsch waren. Das Sachwissen eignete sich Holst durch die Beschäftigung mit den Exponaten des Museums-zimmers  im  Blankeneser Fischerhaus an, in dem die teils wertvollen, teils skurrilen oder einfach nur typischen Gegenstände aus Blankenese präsentiert werden. Er studierte zahlreiche Seemannstagebücher aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und erarbeitete sich  so den sachlichen Hintergrund für die fiktive Geschichte des Schiffsjungen Viet van Appen, der mit einem Frachtensegler von Blankenese aus bis nach Südamerika fuhr und erst nach fünf Jahren in seine Heimat zurückkehrte..

 

Etwa 200 Schiffe gab es damals in Blankenese, allerdings waren sie recht klein.  Länger als 30 Meter waren sie selten, die Breite betrug knapp drei Meter. Genau diese Schiffe, perfektioniert dafür, auf dem Tidenrevier Elbe und in den Nebenarmen mit einem geringen Tiefgang eingesetzt zu werden, wurden dann auch für die lukrativen Frachtreisen nach Südamerika genutzt. Mit ihrem geringen Tiefgang konnte sie in die schlickigen, flachen Flüsse hinauffahren und auch Häfen im Landesinneren erreichen. Doch der geringe Tiefgang der Schiffe war gerade auf dem Atlantik ein Nachteil, nicht nur bei schwerem Sturm wurden zahlreiche Schiffe auf See komplett zerstört.
Das Leben an Land war hart und entbehrungsreich, Armut und die Angst um das Schicksal der zur See fahrenden Familienmitglieder täglicher Begleiter. So beginnt die Geschichte des 14-jährigen Viet von Appen. Der Vater ist auf See geblieben, die Mutter bringt die Kinderschar mit großen Entbehrungen und Armut durch. Nun wird er auch zur See fahren. Von Hamburg aus soll er als Schiffsjunge auf der Comet bis nach Brasilien segeln, das Seefahrerhandwerk von der Pike auf lernen.
Auch Viet von Appen träumt davon, eines Tages Kapitän zu werden, seine Mutter und Geschwister unterstützen zu können und seinen Schwarm Anna zu heiraten. Doch schon nach wenigen Stunden an Bord muss er feststellen, dass sein Leben nun noch entbehrungsreicher und härter ist als die Armut zu Hause.
Dramatisch beschreibt Ronald Holst, wie Viet von Appen seinen ersten Sturm erlebt und sein Vetter Heinrich aus den Rahen auf die Schanz und anschließend ins Meer stürzt. Doch schon bald mehreren sich die Indizien, dass ein manipuliertes Fußpeerd, das Seil, auf dem die Seeleute sich während der Arbeit an den Segeln abstützen, zu dem Unfall führte. Hat der unangenehme Bootsmann Gorilla-Schorsch, der nicht nur die beiden Schiffsjungen drangsaliert und für seine Brutalität bekannt ist, da seine Finger im Spiel?
Dem Rezitator Peter Kühn gelang es gekonnt, beim Lesen ausgewählter  Abschnitte des Buches dieser Dramatik eine Stimme zu geben. So erlebten die Zuhörer hautnah die Ängste Viet's und Heinrichs, aber auch die Wutausbrüche von Gorilla - Schorsch und das tosende Meer, auf dem die "Comet" wie eine Nussschale trieb. (10.3.2017)

Das Wandermärchen in Freiburg 

Über einhundert Besucher erlebten  am 16. 9. 16 auf Einladung  des Fördervereins Bücherei Freiburg  im Historischen Kornspeicher das Literaturschauspiel   > Deutschland. Ein Wandermärchen! <  der  Diplom Gedichterezitatorin Anna Magdalena Bössen. Sie  war 2014 und 2015 jeweils sechs Monate lang mit dem Fahrrad durch Deutschland geradelt und mit ihrem Koffer voller Gedichte überall dort aufgetreten, wo man ihr Kost, Logis und eine Bühne anbot. 
8160 km durch Deutschland und Auftritte in 100 Wohnzimmern, Kirchen und anderen Räumlichkeiten sowie Gespräche mit ihren Gastgebern  haben Anna Magdalena Bössen zu sich selbst finden lassen und viele ihrer Fragen beantwortet: Ja, sie ist Deutschland. Die Landsleute sind ihre Familie. Die Deutschen sind immer noch das Land der Dichter und Denker, wenn auch  ganz weit verbuddelt. Die Deutschen sind nicht nur pünktlich, fleißig und genau, sie sind auch kreativ und humorvoll. Sie haben Spaß, auch an Gedichten. 
Bössen präsentierte ihr neues Bühnenprogramm unterhaltsam, mit Tiefgang und mit viel Humor. Sie zeigte auf einer großen Leinwand hunderte Fotos ihrer Reise  zu den unterschiedlichen Themen wie  Landschaft, Romantik, Kreativität, Humor, Menschen ...  Passend eingestreut wurden Gedichte von Dichtern der verschiedensten Epochen. Gedichte sind auch der Schatz, den sie weitertragen möchte in die Zukunft. Mit Gedichten gibt es in Deutschland allerdings die gleichen Probleme wie mit den Volksliedern und dem Begriff Heimat. All dies haben die Nationalsozialisten auch verwandt und für die eigene Ideologie missbraucht. So gibt es immer ein Vor und ein Nach dem Nationalsozialismus. 
Schwer tut Bössen sich  mit dem Begriff > Heimat <, die sie auf ihrer Reise so unterschiedlich erlebt hat. Da war die klare Abgrenzung alles Fremden in Bayern, > wo man die Heimat trinkt, isst, anzieht ...< . Dort blieb sie der Fischkopp. In Deutschlands Osten wurde ihr von Menschen, die  zweimal ihre Heimat verloren haben, oft  die Frage gestellt: "Wie gefällt es dir hier bei uns?" Da ermöglichten erst Worte der  Anerkennung ein weiteres Gespräch. Heimat ist für Bössen ein > allumfassendes Gefühl des Ankommens< .  Ihre Heimat liegt  in der Zukunft, an der sie jeden Tag zusammen mit ihren Landsleuten bauen möchte: Bössen versteht sich als Brücke in die Zukunft. 
Begeistert äußerten sich die Zuhörer über die gelungene  Veranstaltung, in der  ein wunderbares Programm geboten wurde: Ehrlich und authentisch, durchdacht, erlebt, über 8000 km erfahren, oft mit Gegenwind und Muskelkater. 
 

Ausgleich  (Eugen Roth)
So mancher hat sich wohl die Welt
Bedeutend besser vorgestellt -  
Getrost! Gewiss hat sich auch oft    
Die Welt viel mehr von ihm erhofft! 
 
 


"Die verflixte Saubande" in der Grund- und Oberschule

Unterstützt vom Förderverein las Nina Weger, freie Autorin aus Hannover, am
16. September für die Schülerinnen und Schüler der 4. und 5. Klassen der Grund- und Oberschule in Freiburg . Dabei kam sie zu ihrer Freude fast in heimatliches Gebiet, denn ihre Großeltern lebten einst in Stade. So nutzte sie den Abend vor der Lesung auch gleich zu einer Tour mit geliehenem Fahrrad an die Elbe.

Nina Weger, 1970 geboren, arbeitete als Seiltänzerin, Redakteurin und Autorin für Fernsehserien. Heute schreibt sie Drehbücher und Geschichten für Kinder. Nebenbei leitet sie einen preisgekrönten Kinderzirkus. Die Erfahrungen mit Kindern, verschiedenen Tieren und in  unterschiedlichen Lebensbereichen wurden während der gesamten Lesung deutlich, in der Nina Weger aus ihrem Buch >Die verflixte Saubande - Polly in Not< vorlas. Polly gerät darin unter Verdacht, ihre Mitschülerin umzubringen versucht zu haben, indem sie ihr Tollkirschen auf das Brötchen geschmiert hat. Da hilft natürlich die verflixte Saubande, zu der ihr Freund Matheo, zwei Pudel, ein Rabe und das Schwein Max gehören.

Fast zwei Schulstunden lang hingen die Kinder gespannt an den Lippen der Autorin und folgten dem teilweise urkomischen Verlauf der Geschichte. N. Weger stellte auch hier ihr Können als Vorleserin mit tollem Stimmenrepertoire unter Beweis. Danach befragten sie Frau Weger ausführlich zu ihrer Arbeit und ihren Geschichten und erhielten dazu genauso ausführlich fundierte und Kind gerechte Antworten. Wer mehr über das Schwein Max erfahren möchte, das bei Wegers Schwester in Frankreich lebt, schaue doch mal im Internet nach unter:
Begehrt waren zum Abschluss Autogramme von Nina Weger. Die letzten wurden noch auf dem Schulhof erbeten, als sie bereits zum Auto strebte, um nach Hannover zurückzufahren.
Wir sagen:
<Vielen Dank für einen tollen Vormittag und viel Erfolg und Freude mit Ihren Geschichten, Frau Weger!<

Nicole Wollschlaeger lässt den Regenwald lebendig werden

"Das war toll! Das hat mir gut gefallen!", war von Schülerinnen und Schülern der Klassen 1 bis 3 der Freiburger Grundschule nach den Lesungen am 9. September von Nicole Wollschlaeger zu hören. Die Schauspielerin hatte gerade aus dem Band Gefahr am Amazonas aus der Reihe Das magische Baumhaus von Mary Pope Osborne vorgetragen, teils gelesen, überwiegend auswendig. Vor einem  herrlichen Bühnenbild blieb sie keineswegs still auf einem Platz sitzen. Sie hatte schlicht keinen, sondern ging durch die Reihen der Schüler  gestikulierend und mit tollem Mienenspiel. Dazu kreischte, flüsterte oder sprach sie stimmgewaltig und mit erstaunlichem Stimmenrepertoire den Text der amerikanischen Autorin  Mary P. Osborne. Es war deutlich zu merken, dass dieses Buch Wollschlaegers  liebstes aus der Reihe ist, da es  mit einer tollen Atmosphäre und viel Aktion aufwartet. 
So wurden die Stimmen, Stimmungen und Gefühle  der beiden Hauptpersonen Philipp und Anne deutlich und die Tiere des Regenwaldes lebendig,  wobei die Schulkinder als Geräuschemacher für Wind und Affen mit einbezogen wurden. Die Reaktionen der Schüler zeigten deutlich, dass dieser Lesevortrag gefiel.

 Der Förderverein, der die beiden Lesungen finanziell und organisatorisch unterstützte, freut sich über die gelungene Veranstaltung. Die Lesereise von Nicole Wollschlaeger wurde übrigens von der Büchereizentrale Niedersachen mit veranstaltet und vom Land Niedersachsen gefördert.

12. Bücherflohmarkt am letzten Augustwochenende 2016  - Ein voller Erfolg
 
Unerwartet viele Helfer beim Auf- und Abbau des Bücherflohmarktes in der Pausenhalle des Schulzentrums in Freiburg, bei der Durchführung, beim Schleppen der Bücherkisten, beim Sortieren und Ordnen, beim Kuchen backen, bei der Bewirtung in der Cafeteria, bei der Werbung, bei der Reinigung  ... trugen zum guten Gelingen der Veranstaltung bei. Daran beteiligten sich auch  Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler der Oberschule Freiburg.
Allen, die auf irgendeine Weise zum Gelingen beigetragen haben - Helfer, Gäste, Spender, Schulleitung usw. - sagen wir an dieser Stelle "Herzlichen Dank für die vielfältige Hilfe!"
Informationen, Werbung und nicht zuletzt gute Pressemeldungen kurz zuvor, sorgten am Samstag für einen regen Besucherandrang. Am Sonntag war der Besuch etwas verhaltener, was jedoch von vielen Besuchern ausdrücklich begrüßt wurde, konnte man doch in Ruhe und ohne Drängelei stöbern und sich sein Lesefutter suchen.  Außerdem fand man in der Cafeteria stets einen Platz für eine Kaffeepause mit leckerem Kuchen oder Eis. Mancher fühlte sich bei dem riesigen Angebot von geschätzt 10.000 Büchern überfordert. Andere fragten, warum ein solcher Markt nicht mehrfach im Jahr stattfindet. Gute Stimmung, reichhaltiges und übersichtliches Angebot und gute, helle Atmosphäre ließen viele Gäste nach dem Flohmarkttermin im nächsten Jahr fragen. Also jetzt schon merken:  26. und 27. August 2017 - Bücherflohmarkt in Freiburg!!
Auch der Vereinsvorstand ist mit dem Verlauf und dem finanziellen Ergebnis zufrieden. Es war eine anstrengende Arbeit über mehrere Tage.
Durch Spenden für die Bücher und Erlöse in der Cafeteria kam jedoch so viel Geld zusammen, dass die Fleckenbücherei Freiburg  weiterhin sehr großzügig beim Kauf von neuen Büchern und Hörbüchern unterstützt werden kann.

Frau Meier, die Amsel
Als letzte Veranstaltung der Kinder-Uni im Sommer 2016 des Kornspeichers in Freiburg erlebten zahlreiche Kinder in Begleitung von Eltern, Großeltern und Gästen eine Aufführung des Kindertheaters Pina Luftikus. In der vom Förderverein Bücherei unterstützten Darbietung setzte Petra Jaeschke in einer Solorolle das Bilderbuch Frau Meier, die Amsel von Wolf Erlbruch in szenisches Spiel um und bezog dabei gekonnt Kinder und Erwachsene in die Handlung mit ein.
Frau Meier, immer besorgt um alles und jeden, findet eines Morgens im Garten eine kleine hilflose Amsel. Liebevoll hegt sie den winzigen Vogel und zieht ihn groß, bis er flügge ist. Dann bringt Frau Meier ihm auf ungewöhnliche Weise das Fliegen bei - und wächst über sich hinaus: Sie lernt das Fliegen!
Berührt von dem Theaterstück, wollten viele Kinder hinterher die kleine Amsel streicheln, die P. Jaeschke  in einer Pudelmütze liebevoll wärmte.

1. Freiburger Wasserspiele
Am 7. August veranstalteten die  Freiburger Vereine die ersten Freiburger Wasserspiele. Gab es am Vormittag noch einen heftigen Regenschauer und kräftige Windböen, so setzte sich am Nachmittag  zunehmend die Sonne durch und mehrere Hundert Zuschauer fanden den Weg zum Hafenbecken. Nach dem maritimen Gottesdienst folgten sie gespannt und amüsiert den Wettkämpfen im Standup-Paddeling, Kanuziehen und Pappbootrennen. Der Förderverein  beteiligte sich an den Aktionen für Kinder und  bot an seinem Stand  Kindern die Möglichkeit, Seifenblasen zu fabrizieren. Nach einer kurzen Übung stiegen bald  kleine und große Seifenblasen in den Himmel. Diese Aktionen fanden allgemein großen Anklang. Die Vorstandsmitglieder des Fördervereins nutzten die Zeit für Informationen über die Bücherei, den Förderverein und die kommenden Veranstaltungen. Und Klönschnack gab es natürlich auch.

Erzähltheater mit Kamishibai in der Freiburger Bücherei  

Zu einer besonderen Osterferien-Veranstaltung des Fördervereins  füllte sich am 23. März die Freiburger Bücherei. Es wurde das mobile Erzähltheater "Das kleine Ich bin Ich"   von und mit Kristin Kehr aufgeführt nach dem Bilderbuch Das kleine Ich bin Ich von Mira Lobe und Susi Weigel, Jungbrunnen Verlag.  

Ein kleines buntes Tier geht auf die Suche. Irgendeiner soll ihm sagen, wer es ist. Doch Pferd, Kuh, Hund, Papagei oder Fisch können ihm  nicht sagen, wer es ist. Stets gibt es die Antwort: Wer nicht weiß, wie er heißt, wer vergisst, wer er ist, der ist dumm! Bumm.

Erst, als das kleine Ich sein Spiegelbild in einer Seifenblase erblickt, wird ihm schlagartig klar: Ich bin jemand. Ich bin Ich, IbI.   

 Engagiert und mit viel Einfühlungsvermögen für ihre kleinen Zuhörer erzählte Kristin Kehr als Frau Mu zusammen mit dem kleinen Ich,  einer bunten Handpuppe , die Geschichte. 

Als Illustration dienten die wunderschönen Bilder von Susi Weigel in einem Kamishibai. Zwischendurch machte K. Kehr Musik auf verschiedenen Instrumenten, sang oder regte ihre Zuhörer zum Mitsingen an.  Besondere Begeisterung erregten naturgemäß die von einer Maschine erzeugten Seifenblasen, die jeder sofort einzufangen versuchte.  

Durch ihre offene und freundliche Art, den gut gelungenen Einsatz von Medien und die klare und berührende Performance ließ Kristin Kehr die herzerfrischende Geschichte lebendig werden und zu einem Erlebnis , besonders  für die Kinder in der angesprochenen Altersgruppe.

am, 2.4.16, erschien in der "Neue Stader Wochenblatt"


Klaus Freise unterhält mit Kurzgeschichten
 
"Ich schreibe kurze Geschichten, da ich mich so vor einem Roman drücken kann",
 
erklärte Klaus Freise aus Drochtersen während einer Lesung am 19. Februar 2016 in der Freiburger Bücherei. Freise, der sich seit 2007 mit dem kreativen Schreiben beschäftigt, trug eine Auswahl seiner Kurzgeschichten vor und bereitete damit den Zuhörern einen unterhaltsamen und abwechslungsreichen Abend.
Ergänzend  stellte  er den Zusammenhang her, in dem seine Texte entstanden sind. Freise beteiligt sich oft an Schreibprojekten in Internetforen, z. B. Schreiblust.de, und entwickelt seine Geschichten nach vorgegebenen Schreibanlässen.
So verschieden wie die Themen sind auch die Genres, in denen er schreibt. So entstanden z. B.  zum Thema "Weihnachten"  eine Geschichte, in der Tiere in die gut gefüllte Speisekammer von Menschen eindringen, eine Krimi nach von ihm bevorzugten amerikanischem Vorbild zu "Auf die subtile Art", ein Märchen zu "Mittelalterliche Blutbuche".  Zu der Bildvorgabe "Nighthawks" (Nachtfalken) des Malers Edward Hopper entstand ein Text, in dem Beschreibung in Fiktion übergeht, bei der der Autor schließlich in das Geschehen des Bildes hineingezogen wird. Dass Freise gern Alltagssituationen in Unterhaltungsgeschichten beschreibt, wurde besonders deutlich  in dem Text, der den ersten Besuch eines Ehepaares im Kino beschreibt, oder bei der textlichen Beantwortung der Frage, wo er seine Geschichten findet, nämlich während einer Fahrt im Zug  auf einem Klo in Höhe Gütersloh. 
So nahm Freise die Zuhörer mit zu komischen, heiteren, ernsten  oder skurrilen Ereignissen, ließ sie aber auch in Abgründe menschlichen Handelns blicken.

Alle Jahre wieder ...

Einen  schönen Nachmittag erlebten die Besucher der adventlichen Veranstaltung des Fördervereins am 17. 12. Bei Kaffee und Keksen las Gisela Hansen neben Texten von Gorki und Waggerl die Weihnachtsgeschichte "Das Wunder von Striegelsdorf" von S. Lenz. Darin erzählt Lenz, wie zwei Gefangene aus einem  Gefängnis in Masuren ausbrechen, um den Hl. Abend in Freiheit zu verbringen, und wie es ihnen gelingt, dorthin zurückzukehren.

Zur Überraschung aller hatte Gisela Hansen ihre langjährige Flötenpartnerin Sabine Ahrens mitgebracht. So wurden im Rahmen der Lesung noch einige Weihnachtslieder geflötet. Für viele Besucher war dies die geeignete Einstimmung auf Weihnachten.


Charlotte Habersack begeistert Freiburger Grundschüler
 
Ein besonderes Erlebnis bereitete die Kinderbuchautorin Charlotte Habersack aus München den Schülerinnen und Schülern der Grundschule in Freiburg zum Tag des Vorlesens. Finanziell unterstützt durch den Förderverein Bücherei Freiburg veranstaltete sie zwei Lesungen, mit denen sie alle Zuhörer begeisterte. Dabei amüsierten sich die jüngeren Kinder über  Pippa Pepperkorn, die für alle Probleme eine Lösung hat, so auch beim Besuch des Nikolaus  und bei der Beschaffung eines Haustieres für die Haustierwoche in der Schulklasse. Die älteren erlebten den rundlichen Außenseiter Kalle, der  in dem kleinen Anton einen Freund gewinnt, mit dem zusammen er seinem Gegenspieler, dem fiesen Super-Finn, mal richtig eins auswischt. Gespanntes und ausdauerndes Zuhören, unterbrochen von herzhaftem Lachen, machten deutlich, dass Charlotte Habersack  mit ihren Texten den Nerv der Kinder traf. Themen und Ereignisse   in den Büchern trafen genau die Erlebnis- und Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler. 
Abschließend gab es für den Grundschüler Tom und alle anderen noch eine Überraschung.    " Diese berühmte Frau hat für mich sogar noch ihren Namen auf eine Karte geschrieben!" , berichtete er stolz seinen Eltern daheim. - Vorlesen kann so viel Freude bereiten!
Die Bücher der Reihe "Pippa Pepperkorn" und "Kalle gegen alle"  können in der Freiburger Bücherei ausgeliehen werden.